Was muss mit? - Das kleine Schwarze

von Vera Hohleiter (Kommentare: 0)

tl_files/images/schwarz1.JPGEs ist zugegebenermaßen nicht gerade der originellste Tipp, ein kleines Schwarzes einzupacken. Beim kleinen Schwarzen handelt es sich schließlich um eine Mode, die inzwischen beinahe hundert Jahre alt ist (das kleine Schwarze wurde im Winter 1919 von Coco Chanel kreiert, die nach dem Tod ihrer großen Liebe, Arthur "Boy" Capel, die ganze Welt in Schwarz sehen wollte). Gerade auf Reisen ist ein schwarzes Kleid jedoch unverzichtbar - es passt zu nahezu jeder Gelegenheit, schmutzt nicht so schnell und ist in der Regel recht pflegeleicht. 

Bei Reisen in sehr heiße Länder würde ich - wegen des Tragekomforts - ein einfaches Baumwoll- oder Jerseykleid empfehlen. Ansonsten sind synthetische Materialien wie Polyester praktisch, weil diese Materialien kaum knittern und nach dem Waschen schnell trocknen. Hochwertigere Materialien und Kleidungsstücke, die einen hohen - tatsächlichen oder emotionalen - Wert haben, würde ich lieber zu Hause lassen, weil der Verlust oder die Beschädigung des Kleides auf Reisen doch relativ wahrscheinlich ist. Gerade bei schwarzen Kleidern sieht man - meiner Meinung nach - kaum Qualitätsunterschiede, während bunte oder gemusterte Kleider aus weniger hochwertigen Stoffen schnell billig aussehen können.

tl_files/images/schwarz2.JPGDas kleine Schwarze kann in Kombination mit verschiedenen Schuhen und Accessoires lässig oder elegant gestylt werden. Mit Flip Flops eignet es sich als Strandkleid, mit schickeren Schuhen, einem passenden Gürtel und ein bisschen Schmuck geht es auch als Abendgarderobe für jeden Anlass durch - von Konzerten, Vernissagen bis zu Preisverleihungen und anderen Zeremonien, ...

Dass man zum Beispiel bei Geschäftsreisen korrekte Garderobe mitnimmt, versteht sich von selbst. Aber gerade auch bei Low-Budget-Reisen - wie Rucksacktouren, Workcamps, Pilgerreisen, ... - ist es immer nützlich, ein halbwegs präsentabeles Kleid dabei zu haben, denn man weiß nie, wen man trifft oder zu welchen Veranstaltungen man eingeladen wird. Diese Lektion habe ich mit großer Beschämung bei einer Reise nach Armenien gelernt. Da ich dort an einem eher praktisch orientierten Projekt teilnahm, hatte ich - ebenso wie die meisten anderen Teilnehmer aus Westeuropa - nicht erwartet, etwas anderes als Arbeitskleidung zu benötigen. Die armenischen Projektteilnehmer sahen das jedoch ganz anders und fühlten sich von der schäbigen Garderobe der "reichen" westeuropäischen Gäste beleidigt, weil sie fanden, dass sie mangelnden Respekt vor ihrem Land ausdrückte. - In solchen Situationen erweist sich dann ein kleines Schwarzes als ideale Lösung. 

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