Was gehört ins Handgepäck?

von Vera Hohleiter (Kommentare: 0)

tl_files/images/carry-on1.JPGKurz gesagt: alles, was nicht verloren gehen darf und was unmittelbar nach der Ankunft unentbehrlich ist. Dass wichtige Dokumente und elektronische Geräte wie Laptops, Tablet PCs oder Smartphones bei Flugreisen unbedingt im Handgepäck und nicht im Koffer transportiert werden sollten, erklärt sich von selbst. Die meisten Passagiere denken auch an den kleinen Plastikbeutel mit Kosmetik und Zahnpflegeprodukten für die Reise, eine Jacke zum Überziehen, einen Schal... Doch was wirklich ins Handgepäck gehört, lernt man oft erst aus Erfahrung - wenn der Koffer bei einem Anschlussflug nicht mitgeliefert wurde und erst mit erheblicher Verspätung am Reiseziel ankommt.

Bei einer Israelreise traf ich vor Jahren auf ein älteres Ehepaar, das bereits seit mehreren Tagen auf sein in Zürich gestrandetes Gepäck wartete. Die beiden erklärten damals missmutig: "Drei Tage in der gleichen Unterwäsche können einem schon den Urlaub vermiesen!"

Aus dieser Anekdote lernte ich: Ins Handgepäck gehört auf jeden Fall Kleidung für drei Tage, denn so lange kann es manchmal dauern, bis verspätetes Gepäck geliefert wird. Wichtig für Geschäftsreisende ist es auch, bürotaugliche Kleidung im Handgepäck zu haben. Schließlich ist nichts peinlicher als am Tag nach der Ankunft im lässig-bequemen, leicht angeschmuddelten Flugzeugoutfit zu einem wichtigen Meeting zu erscheinen, weil sich die gesamte Business-Garderobe im verloren gegangenen Koffer befindet.tl_files/images/carry-on2.JPG

In der Regel zahlen Fluglinien bei verspätet geliefertem Gepäck eine Summe von etwa 100 US-Dollar, so dass sich die betroffenen Passagiere das Nötigste kaufen können. Nur hilft das leider wenig, wenn man an seinem Zielort spät abends ankommt und außer den Flughafenshops alle Geschäfte geschlossen sind. Am Flughafen für 100 US-Dollar einen neuen Anzug in der passenden Kleidergröße für das Meeting am nächsten Morgen aufzutreiben, ist dann zweifellos eine Herausforderung.

Wer wie ich auf alle Eventualitäten vorbereitet sein möchte, nutzt dann lieber die vollen acht Kilogramm Freigepäck für das Handgepäck aus und quetscht am besten noch ein Paar Extraschuhe in die Tasche. Man weiß ja nie...

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