Reisen mit Hund: Bahn

von Vera Hohleiter (Kommentare: 0)

tl_files/images/Hund-Zug1.JPGBahnreisen mit Hund sind kompliziert, aber in der Regel machbar. Zunächst muss man natürlich recherchieren, ob das jeweilige Verkehrsunternehmen die Mitnahme von Hunden erlaubt (was in Europa nahezu überall der Fall ist, allerdings ist der Transport von Haustieren zum Beispiel im Eurostar untersagt) und wenn ja, zu welchen Konditionen.

Bei der Deutschen Bahn ist die Mitnahme von Hunden, die nicht größer sind als eine Hauskatze (was an sich ein merkwürdiger Standard zur Klassifizierung von Hunden ist...) kostenlos, während für alle größeren Hunde (also schätzungsweise 80-90 Prozent aller Hunde) der gleiche Fahrpreis wie für einen Teenager gilt. Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen: Es ist nicht möglich, Fahrkarten für Hunde im Internet zu erwerben. Das kann nur an einem DB-Schalter erledigt werden. Dass der Ticketkauf recht kompliziert ist, hat vermutlich damit zu tun, dass auf diese Weise die Anzahl der DB-fahrenden Hunde niedrig gehalten werden soll (was auch im Interesse der Hundehalter ist, denn mehrere Hunde in einem Großraumwagen würden vermutlich für Unfrieden sorgen). Es versteht sich auch von selbst, dass man als Reisender mit Hund Rücksicht auf die anderen Fahrgäste nehmen muss und seinen Hund während der gesamten Fahrt nicht unbeaufsichtigt lässt.tl_files/images/Hund-Zug2.JPG

Wenn man bei der Planung einer Bahnreise die Wahl zwischen verschiedenen Bahnhöfen hat, ist es empfehlenswert, den ruhigeren Bahnhof zu wählen. Wer zum Beispiel von Berlin aus verreist, ist mit dem Bahnhof Berlin-Südkreuz besser bedient als mit Berlin-Hauptbahnhof: Der Bahnhof ist weniger hektisch und in dem nahegelegenen Hans-Baluschek-Park kann sich der Hund vor der Zugreise noch einmal austoben. Generell ist es besser, bei der Reiseplanung die inaktiven Zeiten des Hundes zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, eine Uhrzeit zu wählen, zu der der Hund ohnehin schlafen würde. Hunde, die es gewohnt sind, U-Bahn, S-Bahn und Bus zu fahren, haben in der Regel auch kein Problem mit einer Zugfahrt. Handelt es sich nicht um eine Direktverbindung, lohnt es sich allerdings, großzügigere Umsteigezeiten einzuplanen, da man mit Hund und Gepäck langsamer ist und weil man dann am Umsteigebahnhof noch Zeit hat für eine Gassirunde.

Wenn man alleine mit Hund reist, sind Gepäckstücke zu bevorzugen, die einem beide Hände freilassen, wie Rucksäcke oder Reisetaschen, die über die Schulter geworfen werden können. 

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